NAHOST BLOG

01.11.2023 / 01.12.2023


 BLOG  Israel-Palästina-Krieg


Jeder, der ein fühlendes Herz in der Brust hat, muss den brutalen Krieg Israels gegen die Palästinenser im Gazastreifen verurteilen.


Aber allzu viele schauen weg bei dem entsetzlichen Leid der Palästinenser, sie  bleiben gleichgültig, sie lassen sich einschüchtern von der „Antisemitismus-Keule“ oder flüchten sich in irgendwelche Floskeln von Israels „gerechtfertigter Selbstverteidigung“, als ob die einen Völkermord legitimieren würde.


Es gehört zwingend zu meiner Selbstachtung, gegen Israels Genozid an den Palästinensern zu protestieren, auch wenn meine Stimme kaum Gehör finden und schon gar nichts ausrichten wird. 


Aber wenn viele, wenn immer mehr protestieren, wenn unsere Regierung versteht, dass sie mit ihrer unverantwortlichen Unterstützung von Israels schrecklichem Krieg immer mehr Wähler abschreckt, vielleicht wird sich dann doch einmal etwas ändern.


Ich schreibe meistens recht pointiert, nicht diplomatisch. Das tue ich bewusst. Denn im Westen gibt es beim Nahostkonflikt eine Mauer von Schweigen,  Verdrängung und Verdrehung, Selbstgerechtigkeit und Polemik. Man muss zugespitzt schreiben, um zu versuchen, diese Mauer ein wenig zu erschüttern: „another brick in the wall“.


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BLOG  EINTRÄGE



31.01.2024  Verschiedenes


Wegen einer Erkrankung komme ich seit einigen Wochen kaum dazu, weiterzuschreiben und fass hier drei eigentlich wichtige Themen nur kurz zusammen.


1) Israels Kampf gegen das UNRWA
Das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtling im Nahen Osten wurde vom israelischen Geheimdienst beschuldigt, etwa 12 seiner Mitarbeiter seien in den Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 verwickelt gewesen.
Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt. Aber man muss doch wissen, dass Israel seit langem das UNRWA bekämpft, ja gegen die ganze UN feindlich eingestellt ist und – gerade nach der Niederlage vor dem IGH – nach einer Revanche suchte. 

Beweise hat Israel m.W. nicht vorgelegt. Aber die durchsichtige Verdächtigung reichte, damit viele Länder, allen voran die USA und Deutschland, ihre Hilfsgelder für das UNRWA stoppten.

Zu diesem völligen Fehlverhalten ließe sich vieles sagen. Aber hier nur eins: durch Einfrieren der Hilfsgelder wird der Völkermord an den Palästinensern noch beschleunigt, aus meiner Sicht macht sich damit auch Deutschland mit schuldig an diesem Völkermord.


2) Netanjahu verzögert des Krieg aus eigenem egoistischem Interesse
Diese These stammt nicht von mir, sondern ich habe sie in einem Bericht eines öffentlich-rechtlichen Senders gehört. Danach hieß es: Netanjahu ist daran interessiert, den Krieg gegen Gaza möglichst lange fortzusetzen. Denn wenn der Krieg zu Ende ist, wird es in Israel Neuwahlen geben. Netanjahu wird sehr wahrscheinlich abgewählt werden und kann dann von der Justiz wegen verschiedener Korruptionsfälle angeklagt werden, was ihn letztlich ins Gefängnis führen dürfte. – So wird in Israel Politik gemacht! Man ist einfach nur sprachlos.


3) Urteil des Internationalen Gerichtshofs im Völkermordprozess gegen Israel
In einer Eilentscheidung hat der IGH Israel aufgefordert, mehr zum Schutz der Zivilbevölkerung in Gaza zu unternehmen. Und die Völkermordklage Südafrikas gegen Israel wird weiter verhandelt, sie ist vom IGH angenommen wurden. 

Leider hat sich der IGH allerdings nicht getraut, von Israel eine sofortige Waffenruhe zu fordern. Israel ist eben ein mächtiger Staat bzw. hat mächtige Verbündete. 

Übrigens hat der „Rechtsstaat“ Israel schon vor dem Urteil verkündet, er würde sich sowieso nicht an das Urteil halten (wenn es Israel in seiner Kriegsführung behindern sollte) – das internationale Recht kommt eben auch nicht gegen das israelische Unrecht an.



19.01.24  Demonstrationen gegen die AFD, aber nicht für die Palästinenser


Derzeit gibt es in Deutschland viele Demonstrationen gegen die AFD. Kritiker der AFD tun so, als ob da halb Deutschland demonstriert. In Wahrheit sind es etwa 0,15%, aber immerhin.
Ich finde es völlig in Ordnung, dass jetzt Demonstrationen gegen rechts und gegen die AFD stattfinden. Bei uns gilt ja die Meinungsfreiheit.


Aber ich halte diese Demonstrationen doch auch für überflüssig, für etwas hysterisch, typisch für unsere Empörungsgesellschaft.


Anlass der Demonstrationen ist ein Bericht des Rechercheteams „correctiv“ über ein sogenanntes Geheimtreffen von Politikern der AFD mit Rechtsradikalen, bei dem ein Plan für eine Remigration besprochen worden sei. Zwar finde ich auch wie die Demonstranten: eine massenhafte Remigration ist abzulehnen.


Aber 1) wird das m.E. von der Mehrheit der AFD gar nicht angestrebt. Die AFD ist – entgegen vieler Behauptungen – eher eine pragmatische Partei, und sie weiß, dass wir Migranten allein schon als Arbeitskräfte benötigen.


2) ist die Anklage gegen die AFD sehr heuchlerisch von den Ampelparteien, denn die betreiben doch derzeit eine totale Abschottungspolitik gegen Flüchtlinge, haben gerade ein „Gesetz zur Verbesserung der Rückführung“ auf den Weg gebracht, womit sie die Abschiebungen von Flüchtlingen optimieren wollen. Davon wollen sie wohl gerne durch Vorwürfe gegen die AFD ablenken (denn wo ist eigentlich der große Unterschied zwischen „Rückführung“ und „Remigration“?


Und 3): auch wenn die AFD beachtliche Wahlerfolge hat, mangels Koalitionspartner hätte sie doch gar keine Chancen, eine große Remigration durchzusetzen, wenn sie das überhaupt wollte.


Der Grüne Habeck hetzt in diesem Zusammenhang gegen die AFD, sie wolle eine Autokratie wie in Russland. Ich sehe eher die Gefahr, dass die Grünen eine Öko-Autokratie oder sogar Öko-Diktatur, vielleicht unter einem Kanzler Habeck, errichten wollen. Das ist sicher auch verfassungsfeindlich.


Nur gottseidank haben die Grünen so wenig Stimmen, dass sie das nicht durchsetzen können, obwohl sie in der Regierung sitzen.


Dass die Ampel-Parteien, die alle laut Umfragen extrem an Zustimmung verloren haben, nun die erfolgreiche Konkurrenz AFD einfach verbieten wollen, ist so undemokratisch, wie es nur sein kann.


Letztlich ist meine Überzeugung aber: mehr Gelassenheit. Akzeptieren, dass andere eben eine andere Meinung haben. Sich nicht gleich erregen und dagegen demonstrieren.


Wofür es sich aber wirklich lohnen würde zu demonstrieren, wäre das furchtbare Leid der Palästinenser im Gazastreifen, das Südafrika zu Recht einen Völkermord nennt. Die deutschen Demonstranten empören sich über eine nur irrational phantasierte Gefahr.


Aber das schreckliche, blutige Schicksal zehntausender Palästinenser, die in einem brutalen Angriffskrieg von Israel bekämpft werden, jenseits aller Menschenrechte und Genfer Konventionen. Nein, gegen das Leid dieser Menschen geht leider kein Deutscher auf die Straße.


Und die Palästinenser in Deutschland selbst hat man so lange mit Schikanen am Demonstrieren gehindert, dass sie weitgehend resigniert haben.


Update 03.02.2023:

Inzwischen sind noch sehr viel mehr Leute zu Demonstrationen in Deutschland gegen „rechts“ auf die Straße gegangen, vielleicht ca. 2 Millionen, das wären etwa 2,5% der deutschen Bevölkerung. Offensichtlich fühlen sich viele tatsächlich vor allem von der AFD bedroht. 

Aber wahrscheinlich sind viele eben auch durch das gewaltige Aufbauschen der kleinen Konferenz in Potsdam in den Medien (und von Ampel-Politikern) dazu erst motiviert (oder manipuliert) worden. Wer sich bedroht fühlt, der soll natürlich gerne demonstrieren. 

Aber ich bleibe bei meiner Einschätzung, dass die Befürchtung einer Machtübernahme von „rechts“, konkret von der AFD, sehr irrational ist, wenn man bedenkt, dass die AFD etwa bei 20% in den Umfragen liegt. So gesehen sind diese Ängsteleien doch eher eine provinzielle Nabelschau, ein neuer Fall von „german angst“. 

Wenn die Menschen gegen eine reale rechtsradikale Regierung demonstrieren wollten, dann könnten und sollten sie gegen die israelische Regierung demonstrieren, die einen Völkermord an den Palästinensern  im Gazastreifen anrichtet. Aber wie gesagt, dagegen geht kein Deutscher auf die Straße.



15.01.24  Südafrika verklagt Israel wegen Völkermord


Vor dem Internationalen Gerichtshof. Südafrika ist mein Held. Zwar unterstützen einige Länder die Klage, aber gerade die westlichen Staaten schweigen oder kritisieren sogar die Anklage.


Südafrika hat sich selbst von der Apartheid befreit. Deswegen kann es am besten beurteilen, dass Israel ein Apartheid-Staat ist, der die Palästinenser rassistisch unterdrückt.


Die westlichen Staaten, die sich immer so viel auf ihre großartige Demokratie einbilden und sich damit brüsten, sie könnten von Südafrika lernen, was wirklich Demokratie bedeutet. Sich konkret für die Menschenrechte einsetzen, hier für die Rechte der Palästinenser.


Nicht irgendein abgehobenes, theoretisches, unverbindliches Menschenrechtsgeschwätz wie meist in Deutschland, sondern sich mutig, praktisch, konsequent für das leidende palästinensische Volk einsetzen. Meine Hochachtung für Südafrika!



03.01.24  Zum Abschuss freigegeben


Israel tötet jeden Tag friedliche Palästinenser im Gazastreifen, vielleicht jede Minute einen Menschen, dabei alle 10 Minuten ein Kind. (UN Angabe)


Die meisten westlichen Politiker reagieren darauf aber gar nicht mehr, nicht einmal mit einem gelangweilten Achselzucken.


Auch von deutschen Politikern hört man kein einziges Wort mehr zu den entsetzlichen zivilen Opfern durch den brutalen Angriffskrieg Israels. Schon gar nicht mehr vom Kanzler, der immer nur die Leier von der „Solidarität mit Israel“ runterasselt. Der große Philosoph des „Respektes“, hat leider gar keinen Respekt für die Palästinenser und deren furchtbares Schicksal.


Man hat die Palästinenser im Westen gewissermaßen „zum Abschuss freigegeben“.


Gerade in Deutschland traut sich kaum ein Politiker (aber auch nicht Journalist), Israel so heftig zu kritisieren, wie es Demokratie und Menschenrechte erfordern würde – aus Angst, als „Antisemit“ gebrandmarkt zu werden. Also guckt man lieber weg beim Völkermord.


Die größte Sorge im Westen ist ohnehin nicht der Massenmord an Zivilisten, sondern dass vielleicht hundertausende Flüchtlinge aus Palästina nach Europa kommen könnten. Daher ist man klammheimlich auch froh, dass Israel die gepeinigten Palästinenser im Gazastreifen wie in einem großen Gefängnis einsperrt, weil sie sich so nicht auf den Weg zu uns machen können.


Wenn der Westen je eine Glaubwürdigkeit in Sachen Völkerrecht und Menschenrechte besaß, er hat sie total verspielt.



03.01.24  Die UN wird als antisemitisch diffamiert


Die UN ist so ziemlich die einzige Organisation, die sich noch für die palästinensische Zivilbevölkerung im Gazastreifen einsetzt. Die noch auf Völkerrecht, Menschenrechte, Genfer Kriegskonventionen und UN-Resolutionen setzt.


Und was tut die westliche Welt? Sie beschimpft die UN dafür als „antisemitisch“. 
Das ist wirklich der Gipfel des Zynismus.


Gut, von der israelischen Propaganda selbst  – im Sinne eines Göbbels – konnte man nichts anderes erwarten. Aber dass große Teile der Welt so unglaublich „unintelligent“, amoralisch, ja psychisch gestört sind, dass sie den Hasstiraden aus Israel folgen – erbärmlich!



02.01.24  Israel züchtet die nächsten Hamas-Anhänger


Israel hat bisher vielleicht 30.000 Menschen im Gazastreifen umgebracht.


Jeder hat einen Vater, eine Mutter, ein Kind, einen Bruder, eine Schwester oder einen anderen Verwandten und Freund verloren.


Das ist unverzeihlich. Und die Palästinenser werden es Israel nie verzeihen. Und das wird Folgen haben.


Das betrifft vor allem die Kinder. Israel hat zwar vielleicht 15.000 Kinder im Gazastreifen umgebracht, aber auch Israel gelingt es (gottseidank) nicht, alle palästinensischen Kinder zu töten.


Diese Kinder  werden durch Israels brutalen Krieg, durch die Ermordung ihrer Angehörigen, mit Hass geimpft. Hier wachsen die nächsten Kämpfer der Hamas nach.  In Gaza, im Westjordanland, aber vermutlich auch in anderen arabischen Ländern. Irgendwann werden diese neuen Kämpfer Israel angreifen.


Und es werden mehr sein als je zuvor. Denn auch ganz friedlich gesonnene, gemäßigte Palästinenser werden durch den Terror Israels automatisch radikalisiert.


Israel mag jetzt seinen – blutigen – Krieg gewinnen, aber es ist ein Pyrrhus Sieg. Israel wird irgendwann wahrscheinlich einen sehr hohen Preis für seinen Völkermord bezahlen.



31.12.23  Solidarität mit Völkermord


Bundeskanzler Scholz hat in seiner Neujahrsansprache mal wieder die Solidarität mit Israel bekräftigt. Gut, am Tage des Überfalls der Hamas auf Israelis, am 7. Oktober, da war es wirklich angebracht, Israel die deutsche Solidarität zu versichern.


Aber seitdem hat sich viel verändert: Israel führt einen brutalen, völkerrechtswidrigen, von der UN verurteilen Angriffskrieg gegen die Palästinenser, hat schon zehntausende Zivilisten, vor allem Frauen und Kinder, getötet. Man kann von einem „Völkermord“ sprechen.


Wer jetzt noch die Solidarität mit Israel verkündet, der erklärt seine Solidarität mit Völkermördern.


Da war dann sogar die „Solidarität“ von Scholz mit der Hamburger Warburg-Skandal-Bank noch besser, die in illegale Cum-Ex-Geschäfte verwickelt war; und die er – als damaliger Erster Bürgermeister in Hamburg – vor dem Finanzamt und dem Staatsanwalt geschützt haben soll.


Der momentane Bundeskanzler – seien wir ehrlich – ist ein eher unbedeutender Politiker, die Geschichte wird ihn bald vergessen haben und er wird nur eine Legislaturperiode Bundeskanzler bleiben, wenn seine Ampelregierung nicht schon vorher crasht.


Aber es ist dennoch ärgerlich, dass  er jetzt für Deutschland spricht, für Deutschland die Solidarität mit Israel erklärt, obwohl – nach Umfragen – die Mehrheit der Deutschen den Rache-Krieg Israels gegen unschuldige palästinensische Zivilisten scharf ablehnt und verurteilt. So gesehen spricht Scholz mit seiner Solidaritätserklärung  nur für sich selbst.



30.12.23  Südafrika – der einsame Verteidiger der Palästinenser


Südafrika wirft Israel vor dem höchsten Gericht der UN Völkermord vor. Israelische Streitkräfte hätten die Vernichtung der Palästinenser in Gaza im Sinn. Israel dementiert.
Südafrika wirft Israel ‚Akte des Völkermords‘ gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen vor und hat deshalb den Internationalen Gerichtshof (IGH) angerufen. Südafrika machte demnach geltend, die Handlungen der israelischen Streitkräfte hätten ‚einen völkermörderischen Charakter‘, da sie auf die Vernichtung der Palästinenser in diesem Gebiet abzielen würden.“ (zitiert nach „ZDF heute“)


Endlich ein Staat, ein einziger, der wirklich Verantwortung zeigt, Humanität, und Mut: Südafrika. Der etwas „Völkermord“ nennt, was Völkermord ist, und das vor Gericht bringt.


Wogegen die sogenannten westlichen Demokratien sich feige wegducken, weil sie (nach dem Holocaust) diesen schrecklichen Entschluss gefasst haben, Israel in allem, was es tut, zu unterstützen, und sei es bei Völkermord.


Nur zaghaft bemühen sich die USA um eine bessere Versorgung der Zivilisten in Gaza und scheitern immer wieder an der israelischen Unbeugsamkeit. Aber eigentlich geht es den USA wohl auch nur um die wenigen amerikanischen Geiseln.


Von Deutschland hört man fast gar keine Kritik am israelischen Völkermord – denn jeder Politiker in Deutschland zittert vor Angst, als „Antisemit“ diffamiert zu werden.



30.12.23   Die Hölle auf Erden


Im 14. Jahrhundert beschrieb der italienische Dichter Dante die Hölle („Inferno“) durch ausgedehnte Schilderungen verschiedenster Qualen.


Wenn Dante heute die Hölle beschreiben wollte, könnte er es sich einfacher machen. Er brauchte nur die Situation für die Palästinenser in Gaza schildern: Tod, Verstümmelung, Seuche, Hunger, Durst, Kälte, Dreck. Keine Unterkunft, keine medizinische Versorgung. Beschossen, zerbombt, eingepfercht, gejagt, vertrieben von „entmenschten“ israelischen Soldaten. Von der Welt weitgehend im Stich gelassen und vergessen.


Die Hölle 2023, das ist Gaza.



30.12.23  Baerbock abgetaucht


Nach unendlichen Solidaritätserklärungen für Israel hatte Außenministerin Baerbock kurzfristig auch mal ein bisschen vorsichtig auf das Leid der Palästinenser durch die israelischen Angriffe hingewiesen. Aber mittlerweise hört man gar nichts mehr dazu von ihr, sie ist offensichtlich abgetaucht.


Klar, es ist Weihnachtszeit, da musste man sich um den Tannenbaum und Lebkuchen kümmern und hatte keine Zeit für sekundäre Probleme wie einen Völkermord. „Ihr Kinderlein kommet?“ Im Gazastreifen wird (laut UN Angabe) durch die israelische Armee alle 10 Minuten ein Kind getötet …


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29.12.23  Die Unfähigkeit zur Selbstkritik des Westens


Alexander Mitscherlich schrieb ein berühmtes Buch über Deutschland nach der Nazi-Zeit: „Die Unfähigkeit zu trauern“. Tenor: Die Deutschen trauern nicht wirklich über den Schrecken, den sie angerichtet und auch erlitten haben. Sondern sie verdrängen, verleugnen, bagatellisieren die Vergangenheit und richten sich nur auf die Zukunft aus.


Aber noch wichtiger: Generell gibt es im – narzisstischen – Westen eine Unfähigkeit zur Selbstkritik. Man ist nicht bereit, eigne Fehler, ja eigene Schuld einzugestehen und schiebt die Verantwortung auf andere.


Das ist heute besonders aktuell im Ukraine-Krieg, wo die westliche Politik ein einziges Desaster war und ist, sowie ganz akut im Nahost-Krieg, wo der Westen wieder nur Fehler auf Fehler macht, indem er Israels archaisch-blutigen Rachefeldzug gegen die Palästinenser zulässt, ja ihn sogar noch unterstützt.


Nein, der Westen lernt nichts aus seinen Fehlern, weil er sich seine Fehler nicht eingesteht. Er verstärkt nur noch seine falschen, destruktiven Maßnahmen. 


Wenn Waffen für die Ukraine den Krieg erkennbar nur verschärfen, dann schickt er immer mehr und immer schwerere Waffen – mit dem Ergebnis, dass immer mehr Menschen in der Ukraine (und auch in Russland) sterben, dass Millionen das Land verlassen, Milliarden Euro (die uns hier fehlen) in die Ukraine gepumpt werden müssen, während bei uns die Wirtschaft den Bach runtergeht usw. usw. 


Aber anstatt endliche eine Umkehr von diesem verhängnisvollen Weg zu beginnen, wird immer weiter gemacht, bis die Ukraine endgültig zerstört ist.


So ist es jetzt auch bei Israel. Der Westen verhindert nicht das Blutbad, das Israel unter den palästinensischen Zivilisten anrichtet. Er unterstützt Israel sogar noch.  Und begründet das mit unsinnigen Sprüchen, wie dass Israel jedes Recht zur Selbstverteidigung habe, als ob das einen blutigen Rachefeldzug gegen ein ganzes Volk und ein ganzes Land legitimieren würde.


Das heißt, der Westen lässt fahrlässig einen Massenmord zu, ja er leistet sogar Beihilfe zum Völkermord. Aber es gibt kaum kritische Stimmen im Westen, die dieses Verbrechen des Westens benennen, entlarven, verurteilen und eine Umkehr fordern, ein Zurück zu einem zivilisierten humanen, verantwortungsvollen Westen (wenn es den je gab).



28.12.23  Israels Kampf gegen die Zivilbevölkerung Gazas


70% der von Israels Armee getöteten Palästinenser sind Frauen und Kinder (sagt die UN). So viel zur Lüge Israels, es führe nur einen Krieg gegen die Kämpfer der Hamas und schone Zivilisten. Aber niemand, der bei Verstand ist, glaubt Israel auch nur noch ein einziges Wort. Nur wie viele in Deutschlands Politik sind noch bei Verstand?



27.12.23  Es ist erlaubt


Man darf auf Israel und seinen Rassismus wütend sein, man darf negativ über Israel  und seinen Angriffskrieg denken. (Das hat nichts mit Antisemitismus zu tun.)


Man darf über Israel fühlen und denken, was man will, das kann einem keiner verbieten. Das ist die Meinungsfreiheit.


In einer Demokratie gibt es auch eine Redefreiheit, d. h. eigentlich müsste man in einer Demokratie auch alles sagen können, was man über Israel denkt und fühlt. Das unterliegt aber in Deutschland Einschränkungen, insofern ist hier auch unsere Demokratie eingeschränkt.


Wie Umfragen zeigen, stehen viele Menschen – vor allem wegen des grausamen Krieges gegen die Palästinenser – sehr kritisch bis negativ zu Israel. Über 50% trauen sich aber (laut Umfragen) das nicht zu sagen, weil sie Angst haben, sonst als Antisemiten beschimpft zu werden.


Dabei hat es gar nichts mit Antisemitismus zu tun, wenn man gegen den Völkermord Israels ist. Man wäre genauso gegen einen Völkermord, wenn er von den USA, China, Spanien oder Holland verübt würde.


D. h. also, dass Israel indirekt unsere deutsche  Demokratie beschädigt. Weil Deutschland lieber seine Demokratie verbiegt, einschränkt und relativiert, damit nur nicht die Wahrheit über diesen Staat gesagt wird, dass es ein rassistischer, imperialistischer, undemokratischer Staat ist, der einen völkerrechts- und menschenrechtswidrigen, brutalen Vernichtungskampf gegen die Palästinenser in Gaza führt.


Man sollte sich aber von solchen Ideologen, die Lügen für Israel über unsere Demokratie stellen, nicht die freie Rede verbieten lassen. Irgendwann wird die Geschichte über diese ewig Gestrigen hinweggehen.


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25.12.23   Die Hexenjäger


Es sind immer die gleichen negativen, gestörten Persönlichkeiten, die gleichen aggressiven Charaktere.


Beim Prozess von Jesus waren es die Hohenpriester, die schrien „kreuzigt ihn“, im Mittelalter waren es die Hexenjäger, die schrien „verbrennt ihn“, in der Französischen Revolution waren es die Jakobiner, die schrien „köpft ihn“, im  Wilden Westen waren es die Lynch-Richter, die schrien „hängt ihn“, in der Zeit der amerikanischen Kommunistenverfolgung waren die kapitalistischen Kommunistenhasser , die schrien „sperrt ihn ein“.


Und heute? Heute sind es in Deutschland z. B. sogenannte Antisemitismus-Beauftragte, Zionisten oder selbsternannte Israel-Propagandisten, die herumschnüffeln, ob sie wieder einen (vermeintlichen) Antisemiten erwischt haben. Und ein Antisemit ist für sie eben schon jeder, der Israels schrecklichen Angriffskrieg gegen die Palästinenser kritisiert.


Am liebsten würden die "Antisemiten-Jäger" wohl eine Antisemitismus-Polizei einführen, getreu dem Vorbild einer Scharia-Polizei.


Sie schreien: „Verbietet ihm das Wort, diskriminiert ihn, „cancelt“ ihn.“ Das ist zugegeben harmloser als in früheren Zeiten. Aber zu versuchen, jemand sozial zu vernichten, ist auch eine Art Mord, eben ein sozialer Mord.


Es ist – durch die Geschichte – die gleiche Mischung aus Illiberalität, Dogmatismus, Ignoranz, Boshaftigkeit, Selbstgerechtigkeit, Narzissmus und eben dem Willen, andere zu verfolgen und anzuklagen, was solche Personen kennzeichnet. 


Sie glauben: Sie haben Recht, der andere  habt Unrecht, sie sind im Besitz der Wahrheit, der andere lügt, sie sind die Guten, der andere ist der Böse. Auch hier hat man mal wieder nichts aus der Geschichte gelernt.


Man kann solchen Verfolger-Typen nicht mit Toleranz begegnen, auch wenn man grundsätzlich für Toleranz ist. Mit solchen Charakteren ist kein – eigentlich wünschenswerter  - Dialog möglich, da sie nicht dialogfähig und nicht dialogwillig sind.


Sondern man muss diesen destruktiven Diffamierungen und Verfolgungen mit scharfer Gegenrede entgegentreten, um zu verhindern, dass sich diese Verleumdungen weiter verbreiten, z. B. die Verleumdung von humanistisch gebildeten, intelligenten, mitfühlenden und ethisch orientierten Menschen als „Antisemiten“.



24.12.23  Weihnachten – bei uns und im Gazastreifen


Die Christen feiern die Geburt eines Kindes.
Und die Israelis töten alle 10 Minuten ein Kind in Gaza.
Die deutschen Politiker schmausen Gänsebraten und Kaviar.
Und die Israelis lassen über 500.000 Palästinenser ver/hungern.
Die deutschen Politiker reagieren nur mit lauwarmem Protest.


Die Journalisten bei uns feiern Weihnachten mit ihren Familien.
Und die Israelis treiben die Palästinenser wie Vieh auseinander, trennen die Familien und lassen kleine Kinder, oft Waisen, alleine.
Die Journalisten kommen aber nicht auf die Idee, Israel zu kritisieren.


Natürlich, Weihnachten ist ein christliches Fest, kein jüdisch-israelisches.
Aber dennoch steht Weihnachten weltweit für Frieden und Versöhnung.
Es ist daher schon eine unglaubliche Provokation der Weltgemeinschaft, dass Israel gerade zu Weihnachten seine Angriffe auf die Menschen im Gazastreifen noch verstärkt, das Töten noch ausweitet.
Diesem unheiligen Staat ist wohl gar nichts heilig.


Wiederholt sich die Geschichte? Als Kindermord in Bethlehem bezeichnet die christliche Tradition die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums überlieferte Tötung aller männlichen Kleinkinder in Bethlehem,die von König Herodes dem Großen angeordnet worden sei, um den – wie ihn der Evangelist nennt – neugeborenen König der Juden, Jesus von Nazareth, zu beseitigen. (nach Wikipedia)


Diese Geschichte von der Tötung der Jungen ist nicht historisch gesichert.
Aber die Parallele ist doch erschreckend. Jetzt tötet Israel die Kinder der Palästinenser.  Vielleicht auch, um zu verhindern, dass hier neue Kämpfer nachwachsen, die sich einmal gegen Israel Unterdrückung wehren werden.
Die Geburt von Jesus ist nun etwa 2000 Jahre her. Aber die Menschheit hat bis heute nicht die christliche Botschaft von „Frieden auf Erden“ verstanden und umgesetzt. Und der Staat Israel schon überhaupt nicht.




22.12.2023  Sagt nicht, dass Ihr es nicht gewusst habt!


Westliche Politiker und Journalisten: Sagt nicht, dass Ihr es nicht gewusst habt! Dass Israel einen Völkermord an den Palästinensern begeht.


Deutsche Politiker und Journalisten: Sagt nicht, dass Ihr es nicht gewusst habt! Dass laut UN Israel über eine halbe Millionen Menschen im Gazastreifen mit dem Hungertot bedroht.


Scholz, Baerbock, Habeck, Steinmeier: Sagt nicht, dass Ihr es nicht gewusst habt! Dass Israel einen brutalen Angriffskrieg gegen Palästina führt, der Menschenrechte, Völkerrecht, Genfer Konventionen und UN-Resolutionen vollständig missachtet.


Und hört um Gottes willen auf mit dem unerträglichen Geschwafel von der „Staatsräson“ und „Israels Recht auf Selbstverteidigung“. Israel ist ein mächtiger, mit Atomwaffen bestückter Militärstaat, dessen Sicherheit keineswegs bedroht ist, und der seine sogenannte Selbstverteidigung dazu pervertiert, um das Volk der Palästinenser so weit es geht zu vertreiben oder sogar zu vernichten.


Wo bleibt der Aufschrei der Anständigen, der Gerechten, der Vernünftigen!?


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22.12.23   Nutzlose UN-Resolutionen


Da wird vor der UN ewig über UN-Resolutionen zum Nahost-Krieg gestritten und an den Formulierungen herumgefeilt. Und immer wieder werden die Abstimmungen verschoben, weil die USA mit Veto droht.


Die große Mehrheit ist sich einig, dass Israels brutaler Krieg gegen die Palästinenser zu verurteilen ist und eine Waffenruhe eintreten muss, aber die USA, selbst berühmt für ihre vielfältigen völkerrechtswidrigen Kriege, schützt Israel und droht mit einem Veto.


Dabei ist das alles nur Symbolpolitik. Denn Israel hält sich ohnehin nicht an UN-Resolutionen, hat es in seiner langen Geschichte noch nie getan.


Viel wichtiger als dieses unnütze Gerede wäre es, wenn die Staaten der Welt (ob mit den USA oder ohne) Israel durch massivste Sanktionen dazu zwingen würden, seinen Angriffskrieg gegen die Palästinenser, und damit seinen Bruch mit der Zivilisation und seinen Bruch der Menschenrechte zu stoppen.



22.12.23  Die Fehler der Hamas


In meinem Blog verurteile ich vor allem die Politik Israels, die zu einem Völkermord an den Palästinensern führt; und ich kritisiere die Feigheit und Lähmung des Westens, der fast nichts dagegen unternimmt, ja Israel noch unterstützt – das gilt zwar nicht für alle westlichen Staaten, aber für die meisten, ganz besonders für Deutschland.


D.h. keineswegs, dass ich die Haltung der Hamas unterstütze. Aber die Hamas wird sowieso an jeder Ecke und von  jedem westlichen Politiker und Journalisten verurteilt, man muss ein Gegengewicht dazu setzen.


Außerdem, wenn man sich auf die Gegenwart beschränkt: Die Hamas hat einen entsetzlichen Überfall auf Israelis gemacht (nicht auf den israelischen Staat), aber Israel betreibt seit über 2 Monaten fortlaufend einen entsetzlichen Krieg gegen die Palästinenser.


Dennoch, was sind die Fehler der Hamas?


1) der Überfall
Obwohl es richtig ist, dass die Palästinenser seit Jahrzehnten von den Israelis rassistisch unterdrückt, bekriegt, schikaniert und ihres Landes beraubt werden, nichts kann den brutalen Angriff der Hamas auf unschuldige Zivilisten rechtfertigen.


2) die Geiselnahme
Die Hamas Kämpfer haben Geiseln wohl vor allem in einer Art Notwehr genommen. Sie wussten, dass mit einer massiven militärischen Rache Israels zu rechnen war und wollten hier ein Pfand haben, das sie schützt. Aber Geiseln zu nehmen, ist grundsätzlich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.


3) die Fehleinschätzung Israels

Die Hamas haben natürlich gewusst, dass mit einer massiven Militäraktion Israels auf ihren Überfall zu rechnen war. Aber sie haben wahrscheinlich doch nicht eingerechnet, wie gnadenlos, umfassend und anhaltend Israel  den gesamten Gazastreifen angreifen und zig tausende Palästinenser töten, verletzen und quälen würde.


4) die Fehleinschätzung der Welt Reaktionen
Vielleicht haben die Hamas doch diese ultra-brutale Reaktion Israels erwartet, aber vermutet, dass die Welt darauf massiver reagieren und die Palästinenser mehr unterstützen würde, gerade auch die arabischen, die islamischen „Bruderstaaten“.

 Aber da kam nicht viel. Und zwar wurde Israel von der Mehrheit der Staaten in der Welt verurteilt, aber das blieb bisher ohne besondere Wirkung. Israel setzt seinen Genozid ungerührt fort. 


Gerade Deutschland ist hier ein negatives „Vorbild“, dass auch noch zu den schlimmsten israelischen Brüchen von Völkerrecht, Menschenrecht und Genfer Konventionen schweigt oder sogar beschwichtigende Kommentare abgibt.


Das einzige wirkliche Plus besteht für die Hamas darin, dass sie Israel vorgeführt hat, dass sie gezeigt hat, wie dieser „vorzivilisatorische“ Staat erbarmungslos und gnadenlos, in einer Art archaischen Blutrache, ohne Rücksicht auf Zivilisten, ja sogar ohne Rücksicht auf seine eigenen gefangenen Landsleute, den Angriffskrieg immer weiter führt. Nur nützt diese Erkenntnis den Palästinensern in ihrer schrecklichen Situation im Grunde gar nichts.



22.12.23  Antisemitismus – das „Unwort des Jahres“?


Der Begriff „Antisemitismus“ wird in einer inflationären und polemischen Weisegebraucht, ja missbraucht, die nichts mehr mit der eigentlichen, historischen Bedeutung zu tun hat.
„Antisemitismus“ ist heute ein fast nur noch ein Kampfbegriff, mit dem gerechtfertigte Kritik an Israels völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Palästinenser mundtot gemacht werden soll.


Dabei wird kaum noch unterschieden zwischen Kritik an Israel und einer Feinseligkeit gegen Juden. Es wird gleichgesetzt: Kritik an Israel = Antisemitismus.


Das führt zu einer Pervertierung dieses Begriffs.
Da Israel Völkermord begeht, ist jemand, der Völkermord kritisiert, schon ein Antisemit (weil er damit ja auch Israel kritisiert).


Da Israel Zivilisten verhungern lässt, ist der schon Antisemit, der verurteilt, dass man die Zivilbevölkerung dem Hungertod aussetzt (weil er damit ja auch Israel verurteilt).


Da Israel eine Massentötung von Kindern begeht, ist der schon Antisemit, der einen solchen Kindergenozid ablehnt (weil er damit ja auch Israel ablehnt).


So hat der Begriff Antisemitismus jegliche Rechtfertigung verloren, man sollte ihn entsorgen und nach einem neuen, objektiven, unbelasteten Begriff suchen.


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21.12.23  Netanjahu und die Geiseln


Ursprünglich hieß es: Die Befreiung der Geiseln ist das Wichtigste für Israel.


Dann schränkte Netanjahu ein: Die Vernichtung der Hamas und die Befreiung sind gleichwichtig für Israel.


Dabei erfand Netanjahu einen Trick: Nur, wenn man die Hamas vernichtete, könnte man die restlichen Geiseln befreien.


Natürlich stimmt das nicht, und die meisten Israelis, vor allem die Angehörigen wissen das auch. Es ist genau umgekehrt: Nur wenn Israel seinen mörderischen Krieg gegen die Hamas bzw. gegen alle Palästinenser einstellen würde, könnte es sicher die Geiseln freibekommen (die bisher freigekommen Geiseln wurden ja auch während eines Waffenstillstand freigelassen). Das tut Israel aber nicht.


Denn Netanjahu  will das absolut nicht, besessen von seinem Rachedurst und voll narzisstischer Wut darüber, dass seine Regierung den Angriff der Hamas nicht hatte verhindern können.


Für ihn sind die Geiseln eigentlich belanglos, er tut nur anders, um seine Landsleute (und Wähler) nicht zu verschrecken. 


Klammheimlich wird Netanjahu vermutlich sogar denken: Wenn alle Geiseln tot wären, dann könnte ich ohne alle Rücksicht zuschlagen, also noch rücksichtsloser als schon bisher, dann könnte ich den ganzen Gazastreifen zerstören.


20.12.23  Völkermord – bitte wegschauen!


In Gaza findet gerade ein Völkermord an der palästinensischen Zivilbevölkerung statt. Nur soll das im Westen nicht gesagt werden, um Israel nicht so darzustellen, wie es leider ist: ein rassistischer, imperialistischer, hochgradig aggressiver Staat.


Daher heiß das Motto: „Bitte wegsehen! Gehen Sie doch weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Nur einen Völkermord. Und wenn Sie doch etwas sehen, vergessen Sie es schnell wieder!“


„Machen Sie lieber Ihre Weihnachtseinkäufe. Lassen Sie sich Ihre Weihnachtsfreude nicht verderben. Ja, Weihnachten ist ein frohes Fest, wo das Christkind geboren wurde. (Und denken Sie bloß nicht daran, dass in dieser Weihnachtszeit durch Israel alle 10 Minuten ein palästinensisches Kind getötet wird.)“



18.12.23   „Sehr besorgt“


- Israel zerstört erneut ein Krankenhaus in Gaza.
Die westlichen Politiker sind „besorgt“.
- Israel lässt Zivilisten verhungern und verdursten.
Die westlichen Politiker sind „sehr besorgt“.
- Israel tötet alle 10 Minuten ein palästinensisches Kind in Gaza.
Die westlichen Politiker sind „äußerst besorgt“.


Nur aus ihrer Besorgnis die Konsequenz zu ziehen, Israel massiv unter Druck zu setzen, mit seinen Gräueltaten aufzuhören – nein, dazu reicht die Besorgnis dann doch nicht.

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17.12.23  Israel tötet eigene Landsleute


Israelische Soldaten haben drei israelische Gefangene der Hamas „versehentlich“ getötet. Das ist natürlich eine Tragödie für Israel. 


Was allerdings gar nicht Thema in Israel ist, dass israelische Bomben, Raketen und Geschosse in der gleichen Zeit vielleicht dreißig palästinensische Zivilisten getötet haben; aber Israel interessiert sich ja immer nur für die eigenen Opfer.


Was aber international viel zu wenig beachtet wird: Israelische Soldaten schossen auf drei unbewaffnete Männer, die mit einer weißen Fahne winkten, also das klassische Symbol der Kapitulation. 


Wenn die israelischen Soldaten trotzdem schossen, weil die die Männer für Hamas Angehörige hielten, zeigt das: Vermutlich haben die israelischen Soldaten den Befehl: „Keine Gefangenen machen!“ D. h., auf Hamas Angehörige wird auch geschossen, wenn sie sich ergeben.


Das entspricht ja der immer wieder geäußerten Doktrin von Netanjahu, die Hamas in Gänze zu vernichten. Daraus folgt aber auch: Kaum ein Hamas-Kämpfer wird in Zukunft so dumm sein, sich israelischen Soldaten zu ergeben – denn das würde seinen Tod bedeuten.


15.12.23  Anders denken über Israel


Heute hörte ich ein Interview mit einer Journalistin im WDR 5 (den Namen lasse ich bewusst weg). Sie vertrat im Grunde die Position, die auch die meine ist, also eine Kritik an Israels Krieg in Gaza und dem Verschweigen der Wahrheit in Deutschlands Öffentlichkeit.


Nur schreibe ich klarer, kompromissloser – sie drückte sie sich vorsichtiger, behutsamer aus, was ich auch verstehen kann. Sie sagte trotzdem, dass sie sich nur deswegen trauen könnte, eine Kritik an Israel zu äußern, weil sie freie Journalistin sei und nicht eingebunden z. B. in einen Sender.


Ich horchte wirklich auf, als ich sie sprechen hörte. Denn es ist in Deutschland so selten, dass man jemand einmal so kritisch, aber eben vernünftig über Israel (in den Medien) sprechen hört.


Besonders war auch, dass der Interviewer vom WDR sie nicht polemisch angiftete. Er hinterfragte zwar kritisch ihre Position, aber noch mit Augenmaß – anders als andere Journalisten (z. B. der unsägliche Heinemann vom DLF), die solche Befragungen wie ein Staatsanwalt vor einem Militärgericht durchführen.


Vielleicht deutet sich hier generell an, dass die öffentliche und veröffentlichte Meinung über Israel Krieg gegen die Palästinenser sich auch in Deutschland allmählich ändert. Dass Politiker und Journalisten sich einer Position annähern, wie ich sie schon seit vielen Wochen vertrete und veröffentliche.



14.12.23 
 Politik aus dem Ohrensessel


Vor kurzem habe ich Frau Baerbock mal ein bisschen gelobt. Leider muss ich das schon wieder zurückfahren. Ich habe vor ein paar Tagen ein ausführliches Interview mit ihr gehört, auch zum Nahost-Krieg.


Was sie sagte, dass es einen Ausgleich zwischen den Israelis und den Palästinensern geben müsste, ist im Grunde richtig. Nur sie spricht so, als sei das ein akademisches Problem, das man noch lange überlegen und hin- und her-diskutieren könnte.


Und das zeigt, dass ihr erstens die Empathie für die schreckliche Situation der Palästinenser fehlt und sie zweitens die Dringlichkeit, Israel in seinem Genozid zu stoppen, nicht verstanden hat.


Für die Palästinenser im Gaza geht es jeden Tag, jede Stunde, ja jede Minute ums Überleben, um Leben oder Sterben. Sie haben gar nichts davon, wenn eine deutsche Politikerin, quasi gemütlich im Ohrensesel sitzend, schwadroniert, wer wie weit Recht hat im Gaza-Krieg.


Dabei wäre die Situation für Deutschland gerade eine Chance. Israel ist seit Jahrzehnten gewohnt, dass Deutschland immer bedingungslos, pointiert gesagt sklavisch ergeben an Israels Seite steht. Auch die ganze Welt ist das von Deutschland gewohnt. 


Wenn nun Deutschland hier ausscheren würde, Israel hart verurteilen würde für seinen grausamen Krieg gegen die palästinensische Zivilbevölkerung und einen sofortigen Stopp dieses Völkermordes fordern würde, dann würde die Welt aufhorchen - und es würden sich vielleicht viele Staaten Deutschland anschließen.


Auch Israel würde aufhorchen: sicher würde es – wie von ihm gewohnt – wütend, beleidigt, völlig unqualifiziert reagieren und Deutschland bestimmt einen neuen Antisemitismus vorwerfen. Das müssten wir dann eben aushalten.


Natürlich würde Israel nicht sofort auf Deutschland hören, aber vielleicht würde sich doch etwas ändern, je mehr Staaten sich dem Protest Deutschlands anschließen.


Und das ist die primäre Lehre für Deutschland aus dem Holocaust. Wo immer Menschenrechte und Völkerrecht  verletzt werden, sich dagegen einsetzen – und nicht in einer Nibelungentreue zu Israel jeden Unrechtskrieg dieses Landes unterstützen.


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13.12.23  Ist der Gazastreifen wie ein KZ?


I
ch weiß, bei NS-Vergleichen gibt es in Deutschland schnell hysterische Reaktionen. 


Dass die Palästinenser im Gazastreifen elend sterben oder dahinsiechen, darüber regen sich die meisten deutschen Politiker und Journalisten kaum auf. Aber wehe, jemand macht einen NS-Vergleich, sogar noch zwischen Nazi Deutschland und Israel, dann ist die Empörung groß.


Aber schaut man sich es einmal nüchtern an, so finden sich viele Parallelen:
- Die Menschen im Gaza-Streifen sind eingesperrt.
- Die Menschen im Gaza-Streifen hungern oder verhungern sogar.
- Die Menschen im Gaza-Streifen dursten oder verdursten sogar.
- Die Menschen im Gaza-Streifen erhalten keine oder nur minimale medizinische Hilfe, sie sterben an ihren unbehandelten im Gaza-Streifen Verletzungen.
- Die meisten Menschen im Gaza-Streifen haben keine Unterkunft; die Menschen im KZ hatten zwar furchtbare Unterkünfte, aber sie hatten wenigstens welche. Die Palästinenser leben überwiegend unter freiem Himmel und sind dem jetzt massiven Regen ausgesetzt.
- Die Menschen werden ständig aus der Luft bombardiert oder beschossen – das gab es noch nicht einmal im KZ.


Sicher, die KZs waren Vernichtungslager, sie waren vor allem auf die Tötung von Menschen ausgerichtet. Bei der Tötung der palästinensischen Zivilbevölkerung durch die israelischen Soldaten wird eher von Kollateralschäden gesprochen, also der unbeabsichtigten Tötung von Zivilisten durch  Kriegshandlungen, d. h. eine Art fahrlässiger Tötung.


Aber der Unterschied lässt sich schwer aufrechterhalten. Wenn ein kleines Land so massiv bombardiert und beschossen wird und man den Menschen keine realen Fluchtmöglichkeiten gibt, dann geht das doch in Richtung gezielter Vernichtung.


Dass Israel (wie immer wieder selbst gesagt) alle ca. 50.000 Hamas Angehörigen töten will – egal ob sie etwas mit dem Attentat zu tun haben oder nicht – das  kann man getrost gezielten Massenmord nennen.


Und im israelischen Kabinett gibt es ja auch Politiker, die überlegen, eine Atombombe auf den Gazastreifen abzuwerfen (wenn es Israel nicht selbst verstrahlen würde, dann würden sie es vielleicht sogar tun); andere israelische Politiker fordern, man solle alle Palästinenser endgültig aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland vertreiben und das Land dann für Israel okkupieren.


Also, so falsch ist der Vergleich zwischen einem Konzentrationslager und dem Gazastreifen leider nicht.



12.12.23   Israel: Wer Wind sät …


Ein Staat kann nur in Frieden leben, wenn er seine Nachbar-Staaten respektiert, deren Rechte wahrt und zu Kompromissen mit ihnen bereit ist.


Israel versucht in Frieden zu leben, indem er seine Nachbar-Staaten, vor allem natürlich Palästina, besetzt, deren Einwohner, also die Palästinenser unterdrückt und ggf. (sowie sie sich wehren) einen rücksichtslosen Krieg gegen sie führt.


So wird Israel nie Frieden erreichen. Sondern durch seinen brutalen Krieg sät es neuen Hass, der sich über Jahre, ja Jahrzehnte wieder gegen Israel wenden wird.

Wahre Freunde würden Israel das klarmachen. Und nicht den Rachefeldzug Israels unterstützen und als angebliche „Selbstverteidigung“ legitimieren.



08.12.23  „Feministische Außenpolitik“


Man lernt nie aus: ich wusste bisher nicht, dass zur „feministischen Außenpolitik“ auch die Unterstützung von Völkermord gehört, nämlich des Völkermords von Israel an der Zivilbevölkerung in Gaza. Jedenfalls gehört die Solidarität mit den von Israel gequälten palästinensischen Frauen offensichtlich nicht zur „feministischen Außenpolitik“.


Gut, ich bin fair. Gerade heute hat die Außenministerin – endlich – mal von Israel mehr Schutz für die Zivilbevölkerung in Gaza gefordert (oder erbeten). Natürlich wird Israel darauf nicht hören, es hört ja nicht einmal auf den amerikanischen Außenminister. Aber endlich geht mal Deutschland aus der Haltung heraus, in der es jedes Kriegsverbrechen Israels immer nur brav abnickt.


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08.12.23  Appeasement


Als Appeasement bezeichnet man eine „Beschwichtigungs-Politik“, speziell die Politik der westlichen Alliierten gegenüber Hitler Deutschland. 


Insbesondere die USA und England zögerten damals zu lange, in den Krieg gegen Hitler einzugreifen. Dadurch konnte Hitler seinen Krieg aber auch den Holocaust länger durchhalten und Millionen Menschen verloren ihr Leben, auch Millionen Juden wurden umgebracht, die durch ein früheres Eingreifen der USA wohl hätten gerettet werden können.


Natürlich kann man Nazi-Deutschland nicht direkt mit Israel vergleichen. Deutschland war eine Großmacht, die mit einer aggressiven Eroberungs- und Besatzungspolitik letztlich einen Weltkrieg auslöste. 


Israel ist dagegen eigentlich eine unbedeutende Regionalmacht, die „nur“ gegen ihre direkten Nachbarn aggressiv auftritt, die vor allem „nur“ gegen die Palästinenser Krieg führt und „nur“ das Land der Palästinenser besetzt.


Die Parallele liegt aber in der Grausamkeit, mit der ein Staat gegen andere Staaten vorgeht.  Bei dem Hitler-Regime haben die Alliierten zu lange gezögert einzugreifen, Stichwort Appeasement. Auch jetzt, gegenüber dem Aggressor Israel, versäumt es gerade der Westen wieder, dem Völkermord an den Palästinensern ein Ende zu setzen. Also mal wieder nichts aus der Geschichte gelernt.


Dabei geht es ja (anders als seinerzeit gegenüber Deutschland) nicht darum, Israel militärisch anzugreifen. Sondern Israel durch maximalen politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Druck zum Stopp seines völkerrechtswidrigen Angriffskriegs auf den Gazastreifen zu zwingen. Und dabei auch zu verhindern, dass Israels Feldzug zu einem Flächenbrand entartet.


Und das wäre heute so viel leichter als seinerzeit gegenüber Deutschland. Denn Israel ist zwar ein militaristischer hochgerüsteter Staat, aber eben doch letztlich ein Zwerg, abhängig von der Unterstützung anderer Staaten, vor allem der USA.


 Aber Israel geniest auch nach 80 Jahren immer noch den „Holocaust-Schutz“ … und deswegen lässt man es weitgehend in seinem Rachekrieg gewähren.


07.12.23  Israel pöbelt UN Generalsekretär an

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Manuel de Oliveira Guterres, ist einer der wenigen Politiker weltweit, der es wagt, Israel völkerrechtswidrigen Rachefeldzug gegen die Palästinenser zu verurteilen. Und von Israel eine Rückkehr zum humanitären Völkerecht zu fordern.


Dafür wird er von dem rechtlosen Staat Israel in einer Weise rüde angepöbelt, die ehrlos und würdelos ist. Vor allem, als Guterres den Sicherheitsrat zum Handeln aufforderte, entgleiste Israel vollständig in einer wirklich abstoßenden Weise.


Die UN ist die höchste internationale Vertretung aller Länder, und der Generalsekretär ist ihr höchster Vertreter. Man hätte denken können, dass viele Politiker Guterres zur Seite springen, zumal seine Meinung von der Mehrheit der UN-Mitglieder geteilt wird.


Leider waren aber nur wenige Stimmen zu seiner Unterstützung zu hören.


Natürlich schon gar nicht von Deutschland oder gar der Außenministerin Baerbock. Nein, Barbock blieb bei ihrer gewohnten devoten und servilen Haltung gegenüber Israel und wagte es nicht, sich für die Menschenrechte und den Frieden einzusetzen.



07.12.23  Welcher menschenverachtende Zynismus Israels!


Da werden Flugblätter von israelischen Flugzeugen abgeworfen. Da sind QR-Codes drauf, aus denen die Palästinenser sehen können, wohin die Israelis ihnen jetzt wieder „befehlen“ wegzuziehen.


Das ist ein 3facher Zynismus Israels.


1. Die meisten Handy-Netzte funktionieren gar nicht im Gaza-Streifen durch die Zerstörungen der israelischen Armee.


2. Die meisten Palästinenser können ihre Handys gar nicht mit Strom aufladen, weil die israelische Armee die Stromzufuhr blockiert.


3. Viele tausende der gepeinigten Palästinenser sind auf Aufforderung Israels vom Norden des Gazastreifens in den Süden geflohen, obwohl sie dort nur auf Elend stoßen, keine Unterkunft haben und auch keine ausreichende Nahrung und medizinische Hilfe. 


Aber der Gipfel: Israel bombardiert jetzt den Süden des Gazastreifens und verlangt nun von den Palästinensern, nach Westen zu ziehen.


Warum stoppt die Weltgemeinschaft nicht den Terrorstaat Israel?“! Die ganze Welt lädt so eine große historische Schuld auf sich.


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05.12.23  Völkermord ist keine Politik


Völkermord ist keine Politik. Sondern nur Völkermord. Jedenfalls ist Völkermord 
keine Politik, die jemals zum Frieden führt.


Das müssten die sogenannten Freunde Israels diesem Staat klarmachen. Aber wenn sie es überhaupt versuchen würden, es ist sehr schwer.


Denn Israel ist beratungsresistent und unfähig, aus seinen Fehlern zu lernen. Israel macht zumindest geistig keine Fortschritte, hat kaum Entwicklungspotential. Israel ist zurückgeblieben, ist steckengeblieben in der archaischen, aggressiven Gefühls- und Gedankenwelt des Alten Testaments. Es sieht sich noch immer als – von Gott –
auserwähltes Volk, dem besondere Rechte zustehen.



05.12.23  Wer gegen Kriegsverbrechen ist, ist der antisemitisch?


Israel  begeht im Gazastreifen fortlaufend Kriegsverbrechen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung, jeden Tag.


Nun ist es in Deutschland bei den meisten Politikern und Journalisten verpönt, Israel zu kritisieren. Man „darf“ Israel auch nicht wegen seiner Kriegsverbrechen kritisieren.


Inzwischen wird kaum mehr ein Unterschied gemacht:
kontra Israel = antisemitisch.


Das führt aber zu einer perversen Logik:
1. Israel begeht Kriegsverbrechen.
2. Wer Israel kritisiert, ist antisemitisch.
Daraus folgt:
3. Wer (Israels) Kriegsverbrechen kritisiert, ist antisemitisch.



05.12.23  "Sag mir, wo die Blumen sind"


Ohne Worte: diesem so wahren und so tiefen Anti-Kriegs-Text muss ich nichts hinzufügen.)


„Sag mir, wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind
Was ist gescheh′n?


Sag mir, wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh′n?


Sag mir, wo die Mädchen sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Mädchen sind
Was ist gescheh'n?
Sag mir, wo die Mädchen sind
Männer nahmen sie geschwind
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh′n?


Sag mir, wo die Männer sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Männer sind
Was ist gescheh′n?
Sag mir, wo die Männer sind
Zogen fort, der Krieg beginnt
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh′n?


Sag, wo die Soldaten sind
Wo sind sie geblieben?
Sag, wo die Soldaten sind
Was ist gescheh'n?
Sag, wo die Soldaten sind
Über Gräbern weht der Wind
Wann wird man je versteh′n?
Wann wird man je versteh'n?


Sag mir, wo die Gräber sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Gräber sind
Was ist gescheh′n?
Sag mir, wo die Gräber sind
Blumen blüh'n im Sommerwind
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh′n?


Sag mir, wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben?
Sag mir, wo die Blumen sind
Was ist gescheh′n?
Sag mir, wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je versteh'n?
Wann wird man je versteh′n?“


Writer(s): Peter Seeger Lyrics powered by www.musixmatch.com
„Where Have All the Flowers Gone ist ein Antikriegslied, das 1955 vom US-amerikanischen Singer-Songwriter Pete Seeger geschrieben wurde. Der Folksong wurde von Max Colpet unter dem Titel Sag mir, wo die Blumen sind ins Deutsche übertragen und in der 1962 veröffentlichten Version von Marlene Dietrich international populär.“ (zitiert nach Wikipedia)


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05.12.23  Sexuelle Gewalt


Es steht außer Frage, dass die Hamas beim Angriff aus Israelis am 7. Oktober furchtbare Gewalttaten begangen hat.


Nun wird seit kurzem von Israel aus besonders grausame sexuelle Gewalt der Hamas angeklagt.


Natürlich kann ich überhaupt nicht beurteilen, ob das stimmt oder nicht. Ich möchte nur auf einige Punkte hinweisen, auch warum Israel vielleicht gerade jetzt mit diese Vorwürfen kommt, viele Wochen nach den Angriff.


- Israel steht in seinem Ansehen mit dem Rücken zur Wand. Israel hat zwar noch Verbündete, aber kaum noch wirkliche Freunde. Fast alle Staaten der Welt verurteilen inzwischen das brutale Vorgehen der israelischen Armee gegen die Palästinenser. Von daher braucht  Israel eine „Geschichte“, mit der es die Weltmeinung wieder zu seinen Gunsten beeinflussen (bzw. manipulieren) kann. Da kommen ihm die „Berichte“ von den sexuellen Gräueltaten der Hamas gerade recht.


- Fake-Narrative spielen in der Politik immer eine Rolle. 1990 marschierten irakische Truppen in Kuwait ein und machten das Emirat zur 19. Provinz des Iraks. Die USA wollten gegen Irak in den Krieg ziehen, aber die heimische Bevölkerung war dagegen. So erfanden die USA (zusammen mit den Kuwaiter) die Schreckensgeschichte, irakische Soldaten würden in kuwaitische Kliniken eindringen, die Frühchen aus den Brutkästen reißen und gegen die Wand schlagen. So bekam die USA die Zustimmung für den ersten Krieg dagegen den Irak.


- 2003 wiederum verwendeten die USA die (bewusste) Lüge, der Irak würde über Atomwaffen verfügen, als Rechtfertigung für den zweiten Krieg gegen den Irak.


- Aber kann man Israel zutrauen, solche entsetzlichen Details sexueller Gewalt zu politischen Zwecken zu erfinden? Ich glaube ja. Denn m.E. betreibt vor allem die israelische Regierung unter Netanjahu eine Politik, die absolut unmoralisch bzw. amoralisch ist.



03.12.23  Israel-Psychose


I
srael begeht im Gazastreifen fortlaufend furchtbare Kriegsverbrechen an der palästinensischen Zivilbevölkerung. Und der Westen? Schaut weg, bagatellisiert, verdreht die Fakten, um Israel von jeder Schuld zu entlasten.


Diese Realitätsverleugnung und Realitätsverdrängung hat schon den Charakter eines Wahns, deswegen kann man von einer kollektiven Israel-Psychose des Westens sprechen. Gut, man kann psychiatrisch darüber diskutieren, ob  eine  Psychose, eine Borderline Störung oder eine schwere Neurose vorliegt.


Aber in jedem Fall zeigt der kollektive Westen hier eine gravierende psychisch-geistige Störung, auch verbunden mit einer Gefühlskälte und Mitleidlosigkeit gegenüber dem palästinensischen Volk. 


Natürlich gibt es auch im Westen Menschen, die nicht von dieser mentalen Störung betroffen sind. Und vor allem gibt es viele, auch westiche, Staaten, wie z. B. in Süd- und Mittelamerika, die sich den klaren Blick auf Israels Gräueltaten erhalten haben, die der hypnotischen Verschwörungstheorie des Westens von der Unschuld Israels nicht glauben und Israel eindeutig verurteilen. 


Hoffentlich werden es immer mehr. Hoffentlich gibt es bald weltweit einen „brick in the wall“, einen Bruch in dieser Mauer des Verdrängens.



01.12.23   Mitschuld


Jeder, der den Krieg Israels gegen die Palästinenser unterstützt oder auch nur rechtfertigt, macht sich mitschuldig am Tod zehntausender unschuldiger Zivilisten im Gazastreifen.



01.12.23  Gefangene oder Geiseln?


In den Medien wird bei den Freilassungen im Nahost-Krieg immer fein unterschieden: Auf der einen Seite die „Geiseln“, die von der Hamas entlassen werden. Im Austausch von „Gefangenen“, die von Israel entlassen werden.


Dazu muss man sagen: Bei den gefangenen Palästinensern, die jetzt freigelassen werden, handelt es sich überwiegend um Frauen und Jugendliche. Oft sind es Jungen oder auch noch Kinder, die ihn ohnmächtiger Wut gegen die aggressiven israelischen Besatzer-Soldaten Steine geschmissen haben (welche die gepanzerten Soldaten natürlich nicht im Geringsten gefährdeten). 


Diese Jugendlichen sind verurteilt wurden nach Kriterien, die mit Rechtsstaatlichkeit nun wirklich gar nichts zu tun haben, nach einer willkürlichen israelischen Rachejustiz.


Gut, die Hamas hat wirklich Geiseln genommen. Vor allem um die Freilassung eben von Frauen und Kindern aus israelischer Haft zu erreichen.


Aber wahr ist doch auch, dass Israel gleichsam die gesamte palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen als Geiseln genommen hat. Die sie einsperrt und mit Bomben, Artillerie, Raketen und Maschinengewehren terrorisiert und vielfach tötet.


Man kann wohl sagen, dass Israel  seine palästinensischen Geiseln schlechter behandelt als die Hamas ihre israelischen Geiseln, von denen bisher schon viele bei einigermaßen guter Gesundheit entlassen wurden.



01.12.23  Die Feuerpause ist zu Ende


Nun bomben, töten und zerstören die Israelis wieder. Angeblich war eine Rakete oder einige wenige – harmlose – Raketen aus dem Gazastreifen für Israel der Grund, seinerseits wieder mit dem „Feuern“ zu beginnen.


Irgendwie kennt man so etwas ja: „Ab 5:45 Uhr wird jetzt zurückgeschossen …“.


Wie auch immer: Netanjahu sagte ja schon lange und sagt es jeden Tag neu, dass Israel den Krieg fortsetzen will und die Hamas liquidieren, vernichten, also mit einem Wort töten will, also alle etwa 50.000 Hamas-Anhänger (das nennt man dann wohl geplanten Massenmord). 


Da kam die – angebliche – Rakete für Netanjahu als gerade richtig, um wieder den Feuerbefehl zu geben.



29.11.23   Bundespräsident Steinmeier in Israel


Er versichert Israel mal wieder die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands.


Aber für wen spricht Steinmeier eigentlich? Nach Umfragen unterstützen nur etwa 1/3 der Deutschen die Kriegs-Politik Israels.


Steinmeier ist ja als Bundespräsident nicht vom Volk direkt gewählt worden. Und als er sich einmal einer öffentlichen Wahl gestellt hatte und Bundeskanzler werden wollte, hat er verloren.


Steinmeier spricht also in erster Linie für sich selbst. Das ist sicher schön für ihn, aber nicht unbedingt für den „Rest“ der deutschen Nation.


Steinmeier sollte daher besser sagen: „Ich versichere Israel MEINE uneingeschränkte Solidarität.“ – Das wär ehrlicher.


28.11.23  Feuerpause


J
etzt gibt es seit einigen Tagen eine Feuerpause im Gazastreifen. Genauer gesagt: Es stellt die israelische Armee für einige Tage das Töten und Verstümmeln von Menschen, das Bomben und Zerstören von ganzen Stadtvierteln ein.


Das ist nur einem massiven Druck der USA auf Israel zu verdanken. Der Machthaber von Israel, Netanjahu, hätte nie freiwillig auf die „Vollendung“ seines grausamen Werkes verzichtet.


Und es ist zu befürchten, dass Israel sich nur heimtückisch so verhält. Es will erst alle Geiseln zurückhaben; das heißt die, die noch leben, denn durch ihren brutalen Kriegseinsatz hat die israelische Armee sehr wahrscheinlich auch viele gefangene Landsleute getötet. 


(Übrigens, denkt niemand im Westen darüber nach, warum Israel so viele palästinensische Jugendliche, ja Kinder in seinen Gefängnissen hat, die jetzt ausgetauscht werden?)


Und wenn die Gefangenen frei sind, wird Israel vermutlich noch brutaler zuschlagen und von Frieden wird keine Rede mehr sein.



28.11.23  Es gibt nur einen Weg zum Frieden, das ist der Frieden.


D. h. wer Frieden will, muss Frieden schließen.

Wobei es natürlich um den gerechten Ausgleich aller Interessen geht. 


Im Nahost heißt das, Israel muss den Palästinensern endlich ein zusammenhängendes Staatsgebiet zugestehen, ohne israelische Besetzung und Besatzung („Zwei-Staaten-Regelung“). Dann haben die Hamas auch keine Veranlassung mehr, Israel mit Anschlägen zu attackieren.


Gewalt erzeugt immer nur Gegengewalt. Eine Zeitlang kann ein Land (Israel) sicher ein anderes Land bzw. Volk (Palästinenser) unterdrücken, aber auf Dauer geht das nicht.


 Alle entsprechenden Reiche, so erfolgreich ihre Eroberungen zeitweilig auch waren, sind in der Geschichte irgendwann wieder untergegangen. Wer Hass sät, wird immer auch nur Hass ernten.


26.11.23  Der Westen braucht Perestroika und Glasnost


Der Westen hat den ehemaligen sowjetischen Staatspräsidenten Gorbatschow bewundert, allerdings auch ausgenutzt.


Gorbatschow forderte bekanntlich Perestroika (Umbau, Umgestaltung) und Glasnost (größere Offenheit und Transparenz der Regierung gegenüber der Bevölkerung) für die Sowjetunion.


Gorbatschow sagte:  „Die Menschen brauchen Wahrheit. Wenn man ihnen die Wahrheit sagt, so werden sie, ungeachtet aller Schwierigkeiten,  selbstlos alles geben. Wenn man sich jedoch anschickt, ihnen Lügen in rosaroter Verpackung aufzutischen, so bringt das Apathie hervor. Die Menschen sind sehr hellhörig, wenn es um eine gute Einstellung ihnen gegenüber geht, und in der Unwahrheit spüren sie die Missachtung.“


Der Westen fand Perestroika und Glasnost sehr wichtig für die Sowjetunion. Was der Westen nicht verstand: auch für ihn waren bzw. sind Perestroika und Glasnost sehr notwendig. Das zeigt jetzt einmal wieder das reaktionäre und manipulative Vorgehen im Nahost Krieg.


25.11.23  Israel braucht unsere Hilfe !


Aber nicht Waffen, Geheimdienstinformationen oder Unterstützung beim Genozid an den Palästinensern.
Sondern es ist, wie wenn man einen Bekannten hat, der ein Soziopath ist, jähzornig,  vielleicht tobsüchtig, der mit seinen Aggressionen nicht umgehen kann, der immer wieder gewalttätig wird.


Man wird ihm gut zureden, ihn einer Therapie bzw. einem Anti-Aggressions-Training zuführen. Aber wenn er bei seiner Gewalttätigkeit bleibt, muss man ihm auch Zuwendung entziehen und Sanktionen gegen ihn erlassen.


Solche Hilfe braucht Israel!



24.11.23   „Endlösung der Palästinenserfrage“?


Plant Israel eine „Endlösung der Palästinenserfrage“? So wie das Nazi-Regime in Deutschland eine „Endlösung der Judenfrage“ anstrebte. 


Auf jeden Fall will Israel offensichtlich eine „Endlösung der Hamasfrage“. Aber jeder Plan, eine Gruppe von Menschen, eine Organisation oder ein ganzes Volk zu töten, ist absolut unmenschlich und widerspricht allen Regeln des Völkerrechts und der Menschenrechte.


Doch Israel ist ja schon seit langem kein Staat mehr, der sich an das humanitäre Völkerrecht hält, der überhaupt irgendetwas mit Menschlichkeit zu tun hat. Oder war das bei Israel noch nie der Fall?



24.11.23  Der Ignorant


Es gibt einen deutschen Politiker, der sagte: „Israel ist ein demokratischer Staat mit sehr humanitären Prinzipien, die ihn leiten. Und deshalb kann man sicher sein, dass die israelische Armee auch bei dem, was sie macht, die Regeln beachten wird, die sich aus dem Völkerrecht ergeben. Da habe ich keinen Zweifel.“


Der Politiker sagte das am 27.10.2023, als schon lange eindeutig bewiesen war, dass die israelische Armee sich eben überhaupt nicht an die Regeln des Völkerrechts hält, nicht an die Genfer Konventionen und nicht an UN-Resolutionen.


Gibt dieser Politiker Israel damit nicht auch einen Freischein, mit seiner schrecklichen, völkerrechtswidrigen Kriegsführung fortzufahren? Was man dazu sagen soll?  Ich sage lieber gar nichts dazu – der Rest ist Schweigen.



23.11.23  Heuchelei über die Hamas


Gerne wird von Israel-hörigen Medien argumentiert: Die Hamas tragen die Hauptschuld an den palästinensischen Toten durch Israels Angriff, weil sie ihre Kommandozentralen und überhaupt ihre militärischen Strukturen innerhalb der Wohngebiete verbergen, vor allem in unterirdischen Tunneln.


Dieser Vorwurf ist so einfältig wie heuchlerisch. Natürlich verstecken sich Hamas-Kämpfer in normalen Wohngebieten (wenn sie sich nicht im Tunnelsystem aufhalten). Was sollen sie denn sonst tun?


Die Hamas hat keine Luftabwehr und keine Luftwaffe, mit der sie sich gegen den israelischen Bombenhagel schützen kann. Soll sie sich auf einem gesonderten Gebiet stationieren, sich also auf dem Präsentierteller den Raketen aus Israel zum Abschuss anbieten? Natürlich würde Israel sie dort erbarmungslos und vollständig abschlachten.


Übrigens ist der Gazastreifen auch so beengt, dass es ohnehin keine wirklichen Schutzräume gibt. Und dass die Israelis bei ihrem Angriffskrieg kein Völkerecht kennen, keine Tabus, zeigt, dass sie auch Flüchtlingslager ungerührt zerbomben. Besonders grausam: die Palästinenser können sich dem Krieg kaum entziehen, weil Israel sie wie Gefangene in dem schmalen Gazastreifen einschließt.



23.11.23  Trans-Holocaust-Politik


Der Holocaust – der Deutschen an den Juden – war eins der schlimmsten Verbrechen der Weltgeschichte. Vor allem die Verbündeten Israels reagierten darauf mit einer Post-Holocaust-Politik, d. h. sie bezogen ihre Politik immer zurück auf den Holocaust. 


Konkret bedeutete es, dass sie alles für den Schutz und die Unterstützung Israels, als Staat der Juden, einsetzten. Aber auch, dass sie Israel Sonderrechte zugestanden, nämlich tolerierten, dass Israel – vor allem gegenüber den Palästinensern – das Völkerrecht, die Menschenrechte, UN-Resolutionen und die Genfer Konventionen brach.


Der Holocaust ist aber etwa 80 Jahre her, schon fast ein Jahrhundert. Der Massenmord an den Juden unter dem NS-Regime fand von 1939 – 1945 statt. Es wird jetzt endlich Zeit für eine Trans-Holocaust-Politik.


Das heißt, man muss endlich den Holocaust politisch überschreiten, er kann nicht auf ewig als Rechtfertigung für allmögliche Unrechtstaten Israels, vor allem die illegitime und gewaltsame Besetzung von Land der Palästinenser, herhalten. 


Natürlich muss und wird der Holocaust für alle Zeiten in Erinnerung bleiben, aber er darf nicht mehr der Maßstab für die Politik von Israels Verbündeten dienen.


Israel sollte heute wie jeder andere Staat gesehen und beurteilt werden. Mit diesem „rechtsfreien Raum“ für Israel muss es vorbei sein. 


Letztlich tut man Israel selbst damit keinen Gefallen. Denn in seinen Eroberungen und Besetzungen von Palästinenser-Land verstrickt sich Israel nur in nie endenden Streitigkeiten. Es kann nur zu echtem Frieden finden, wenn es sich zurücknimmt und sich an die anerkannten politischen Regeln hält



18.11.23   Verrat der westlichen Werte


Israel bricht in seinem Krieg gegen die Palästinenser so ungefähr alle westlichen Werte und Gesetze: das Völkerrecht, die Menschenrechte, die Genfer Konventionen.


Aber während man sonst im Westen ständig hochtrabend  von seinen „westlichen Werten“ redet, schweigt man hier weitgehend zu Israels Bruch all dieser Werte. Das zeigt, die sogenannten westlichen Werte sind nur Lippenbekenntnisse, die man schnell aufgibt, wenn es opportun erscheint, wenn man einen Verbündeten unterstützen will. Ein Abgrund an Doppelmoral und Heuchelei. 


Wer in der Welt soll denn noch diese „westlichen Werte“ ernst nehmen?


22.11.2023  Absurde Gleichsetzung


In öffentlichen Diskussionen wird immer wieder der Terrorangriff der Hamas auf Israel mit  dem massiven Bombardement und Einmarsch der israelischen Armee in den Gazastreifen verglichen bzw. gleichgesetzt. Und somit der Angriff Israels auf den Gazastreifen – als „Selbstverteidigung“ – gerechtfertigt.


Das ist sowieso schon sehr primitiv gedacht, so nach einem archaischen Motto: „Wie du mir, so ich dir“, Auge um Auge, Zahn um Zahn“, „Gleiches mit Gleichem vergelten“.


Aber die Gleichsetzung ist sowieso völlig absurd:


- Auf der einen Seite steht eine Kampf-Organisation, die Hamas, die im Westen ohnehin immer als „Terror-Organisation“ bezeichnet wird. Auf der anderen Seite steht ein Staat, der gerne als „die einzige Demokratie im Nahen Osten“ tituliert wird. Ein (angeblich demokratischer) Staat darf sich aber doch nie auf die Ebene von Terroristen herab begeben – es sei denn, es ist sehr selbst ein terroristischer Staat, und als solchen kann man Israel inzwischen wohl bezeichnen. Denn z. B. der Bevölkerung des angegriffenen Staates Wasser, Nahrung, Strom und Treibstoff weitgehend zu verweigern, ist ein im 21. Jahrhundert  fast einmaliges Kriegsverbrechen.


- Auch die Opferzahlen lassen sich überhaupt nicht vergleichen. Bei dem Überfall der Hamas
Sind etwa 1.200 Israelis umgekommen. Das ist natürlich furchtbar. Aber bei dem Angriff Israels auf den Gazastreifen sind bisher erwiesen schon über 13.000 Palästinenser umgekommen, also mehr als 10mal so viel wie israelische Opfer. Übrigens dürfte die Dunkelziffer an getöteten Palästinensern sehr hoch liegen, viele sind noch verschüttet, und überhaupt kann in dem Chaos natürlich niemand alle Toten erfassen.


- Die Hamas hat einen schrecklichen Massenmord verübt, aber Israels Verhalten grenzt an einen Völkermord; da auch besonders viele Kinder getötet werden, kann man von einem Kinder-Genozid Israels an palästinensischen Kindern sprechen.


- Weiter stimmt die Gleichsetzung nicht in Bezug auf die Dauer des Angriffs. Der Angriff der Hamas vollzog sich innerhalb eines Tages. Israel bombardiert, beschießt und terrorisiert den Gazastreifen aber inzwischen seit Wochen.

Die Gleichsetzung des Angriffs der Hamas und des Angriffs Israel wird eben manipulativ dazu verwendet, Israels Kriegsverbrechen zu legitimieren, als gerechtfertigte oder sogar notwendige Reaktion auf den Terrorangriff der Hamas

Eigentlich ist es noch absurder. Denn die Verteidiger, die Fürsprecher Israels geben nicht einmal zu, dass Israel einen beispiellos grausamen Militäreinsatz gegen Gaza betreibt, sondern verharmlosen den auch noch. Sie verurteilen ausschließlich den Hamas-Angriff.



21.11.23  Die Wahrheit lässt sich nicht vollständig unterdrücken


Da die Wahrheit über Israels grausamen Rachefeldzug gegen die Palästinenser in Deutschland unerwünscht ist, werden bei uns immer mehr Gesetze oder Vorschriften erlassen, was man noch über Israel sagen darf – und was NICHT.


Federführend hierbei ist die Innenministerin Nancy Faeser.

Was die Menschen von ihr halten, haben die Wahlen in Hessen gezeigt. Die SPD unter der Spitzenkandidatin Faeser bekam dort nur 15,1 (das schlechteste bisherige Ergebnis). Wenn man die Wahlbeteiligung von 66% berücksichtigt, liegt die Faeser-SPD nur noch bei 9,96 %, geht schon in Richtung Splitterpartei.


Vielleicht will die Innenministerin mit ihrem Antisemitismus-Aktivismus auch davon ablenken. Letztlich wäre es einfacher zuzulassen, dass die Wahrheit über den grausigen Krieg Israels gegen die Palästinenser gesagt wird, anstatt überall hektisch und verbissen zu versuchen, diese Wahrheit durch Verbote zu unterdrücken – was ohnehin nicht wirklich gelingt.



21.11.23  Baerbock auf parteiischem Kurs


Außenministerin Baerbock ist pausenlos in  Nahost unterwegs, um die deutschen Gefangenen der Hamas freizubekommen. Das ist natürlich richtig und wichtig.


 Allerdings sollte sie nicht vergessen, dass es nicht nur um diese etwa 8 Deutsche geht, sondern dass in der gleichen Zeit zehntausende palästinensische Zivilisten von der israelischen Armee getötet,  gequält oder vertrieben werden.


Nur steht Deutschland so gnadenlos parteiisch auf der Seite Israels, dass Baerbock als Vermittlerin überhaupt nicht in Frage kommt. So gesehen könnte sie eigentlich auch auf ihre vielen Flugreisen verzichten, schön zu Hause bleiben und somit wenigstens etwas Gutes für das Klima tun.



21.11.23  Wo sollen die Palästinenser nach dem Krieg hin?


Israel hat fast alle Häuser, Straßen, Infrastruktur, Krankenhäuser und Energiesysteme im Gazastreifen zerstört. Der Gazastreifen ist totes Land. Dagegen sind die Angriffe Russlands auf die Ukraine nur Nadelstriche. Nicht einmal die Alliierten im zweiten Weltkrieg haben  Deutschland so zerstört wie die israelische Armee den Gazastreifen.


Vermutlich werden hunderttausende palästinensische Flüchtlinge nach Europa kommen / wollen - wenn Israel sie endlich aus dem Gefängnis Gazastreifen frei lässt. 


Und können wir diese Kriegsflüchtlinge dann ablehnen? Nein, sie müssten die gleichen Rechte haben wie die Flüchtlinge aus der Ukraine. 


Aber natürlich will kein Politiker in Europa viele Flüchtlinge aus Palästina. Wahrscheinlich lässt sich teilweise auch so die destruktive Nahost-Politik der EU verstehen, dass man alles versucht, nur um die potentiellen Flüchtlinge abzuhalten – ohne Rücksicht auf Menschenrechte.



20.11.23  Israel muss lernen: Frieden hat man nur, wenn man mit seinen Nachbar im Frieden lebt


Israel setzt immer nur auf Unterdrückung der Palästinenser, Besetzung deren Land bzw. Landraub, Gewalt und Schikane. Das ist ein primitives, archaisches, anachronistisches Verhalten.


Israel muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen, muss endlich ein angemessenes moralisches Niveau erreichen, muss endlich lernen, dass man nur dann selbst Frieden hat, wenn man mit seinen Nachbarn Frieden hält und deren Rechte akzeptiert. (Denn selbst Israel wird es nicht gelingen, alle Palästinenser zu töten, obwohl es jetzt im Krieg fast so aussieht, als ob dieser Genozid das Ziel Israels ist.)



20.11.23  Anti-Sadismus oder Anti-Semitismus?


Ich bekenne: Ich bin Anti-Sadist. Ich verurteile es zutiefst, wenn unschuldige Menschen zerbombt werden, wenn man ihnen Essen, Wasser, Medikamente und Treibstoff verweigert, wenn man sie wie Vieherden vertreibt, wenn man ihre Krankenhäuser zerstört. Das alles ist für mich Sadismus – und leider ist das genau das, was die israelische Armee derzeit im Gaza-Streifen verbricht.


Ich bin kein Anti-Semit: Ein Teil meiner Familie ist selbst jüdisch und hat massiv unter den Nazis gelitten. Ich weiß wirklich selbst, was Anti-Semitismus ist, im Gegensatz zu den vielen Schwätzern in Politik und Journaille, die ständig das Wort „Anti-Semitismus“ im Mund führen, die überall Anti-Semiten „entlarven“, ohne irgendeine wirkliche Kenntnis, einfach aus einer Ideologie.


Leider ist es in Deutschland heute so: Wer Anti-Sadist ist, wer sich aus Humanismus gegen die israelischen Gräueltaten an den Palästinensern ausspricht, der wird schnell als Anti-Semit verdächtigt.



20.11.23  Israels „Selbstverteidigung“


Immer wieder wird folgender Satz von Politikern/Journalisten gedankenlos nachgeplappert: “Israel hat das Recht zur Selbstverteidigung.“


Aber was heißt Selbstverteidigung? Angenommen, jemand greift mich auf der Straße an. Selbstverteidigung im besten Sinn ist dann, wenn ich den Angreifer kampfunfähig mache.


Selbstverteidigung im Sinne Israels ist dagegen: den Angreifer zu töten, seine Familie zu töten, sein Haus niederzubrennen, wahrscheinlich noch seine Nachbarn und Freunde zu töten,  möglichst die ganze Straße niederzubomben, in der sein Haus stand.


Das hat alles nichts mehr mit Selbstverteidigung zu tun. Und so ist das, was Israel im Gazastreifen macht, nicht Selbstverteidigung, sondern ein Massenmord an unschuldigen palästinensischen Menschen, was an einen Genozid grenzt.



19.11.23  Religion egal


Meine Kritik an Israel hat nichts damit zu tun, dass es der Staat der Juden ist und meine Kritik hat auch nichts mit der Religion Judentum zu tun. 


Ich würde das brutale Kriegsverhalten dieses Staates genauso kritisieren, wenn es sich um Christen, Katholiken, Evangelische oder auch Orthodoxe handeln würde, um Moslems, Hindus oder Buddhisten. 


Deswegen ist der immer gleiche stupide, m. E. krankhafte Vorwurf des Antisemitismus nur ein Beweis für die geistigen und psychischen Defizite dieser Ankläger, die nichts verstanden haben und denen die Menschlichkeit abgeht.



19.11.23  Differenzierung zwischen „den Israelis“ und der „israelischen Regierung“?


Ich kritisiere oft „Israel“ oder „die Israelis“. Müsste man die Kritik besser nur auf „die israelische Armee“ oder die „israelische Regierung“ beschränken? 


Natürlich, die Gewalttaten gegen die Palästinenser werden von der israelische Armee begangen und von der israelischen Regierung angeordnet.


 Aber nur die zu kritisieren, wäre zu einfach. Die israelische Bevölkerung wählt seit vielen Jahren fast immer rechte, jedenfalls Palästinenser-feindliche Regierungen. Und die meisten Israelis sehen nur ihre eigenen Interessen, haben keine Empathie und kein Gerechtigkeitsempfinden gegenüber den Palästinensern.



19.11.23  Idi Amin


Den “Idi Amin“ von Israel lässt es eiskalt, wenn durch die tödlichen Blockaden seiner Armee die palästinensischen Frühchen in den Brutkästen sterben. Für Netanjahu gilt offensichtlich: Nur ein toter Palästinenser ist ein guter Palästinenser.


18.11.23  Deutschland muss sich von Erdogan über Menschenrechte belehren lassen 


Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan  zu Besuch in Deutschland. Erdogan ist nun nicht gerade als Verfechter der Menschenrechte bekannt. Aber in diesem Nahostkrieg bezieht er klar Position für die Menschlichkeit, für Unterstützung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und für Feuerpausen.


Und beschämt damit die deutsche Regierung, die den hemmungslosen Aggressionskrieg Israels gegen die Palästinenser weiter fördert. Da nützt es auch nichts, wenn Scholz den moralisierenden Oberlehrer heraushängen lässt, er wirkt nur wie ein selbstgerechter Simpel, der nicht zugegeben kann, dass er im Unrecht ist.



17.11.23  Toxische Solidarität mit Israel


Auf Grund des deutschen Verbrechens des Holocausts gibt es in der deutschen Politik eine besondere Solidarität mit Israel. Das ist erst einmal verständlich und vernünftig.


Aber diese Solidarität darf nicht über Menschenrechte und Völkerechtrecht gestellt werden. Darf nicht unsere „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ beschädigen. Sonst wird diese Solidarität toxisch.


Echte Solidarität wäre vielmehr, Israel mit aller Macht von seinem menschenverachtenden Irrweg der Unterdrückung und kriegerischen Zerstörung der Palästinenser und deren Landes abzuhalten. Um einem Frieden irgendwie anzubahnen – mehr ist derzeit ohnehin nicht möglich.



16.11.23   Deutschland hätte einmal die Chance für eine moralische Vorreiterrolle


Deutschland, erst recht unter Bukanz Scholz, versteckt sich gerne (feige) hinter den USA oder den europäischen Verbündeten. Das ist schon im Ukraine-Krieg so, wo man nichts gemacht hat, was nicht 10mal mit dem „großen Bruder“ abgesprochen war.


Es ist auch im Israel-Krieg so. Deutschland traut sich wegen seiner „besonderen Rolle“ nie, einmal moralisch vorzupreschen und den völkerrechtswidrigen Angriff Israels auf die Menschen im Gazastreifen eindeutig zu verurteilen.


Das wäre ein Einsatz für die viel beschworenen „westlichen Werte“; aber die sind eben nur Lippenbekenntnisse, wenn einmal wirklich die Notwendigkeit besteht, diese Werte einzuklagen, verzagt und versagt Deutschland.



15.11.23  Der Fake-Westen


Wer im Westen die Wahrheit über Israel und seinen  völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Palästinenser sagt, wird als „Antisemit“ gescholten. Wer also die Wahrheit und nichts als die Wahrheit sagt, wird diffamiert. Das zeigt, dass der Westen ein geistig krankes System ist, mit einer Fake-Politik, die den Bezug zur Realität und zu Moralität verloren hat.



14.11.23  Israel als meistgehasster Staat


Israel wird durch deinen grausamen Einsatz im Gazastreifen zum meist gehassten Staat, vor allem in Nahost, in den arabischen und islamischen Ländern. Aber auch weltweit hat Israel schon jetzt massiv an Anerkennung verloren, z. B. in Südamerika.


Die Gewalt-Politik der „israelischen Herrenmenschen“ gegen die Palästinenser ist daher nicht nur rassistisch und völkerrechtswidrig, sondern sie ist auch erbarmungslos dumm. Mag es Israel auch gelingen, die meisten Hamas-Angehörigen (und ihre Familien) zu töten, überhaupt die Zivilbevölkerung in Gaza massiv zu dezimieren. 


Es verliert damit so viel mehr, nämlich Achtung und Respekt, auf Jahre und Jahrzehnte. Und es wird durch seine Grausamkeit neuen Hass sähen, der irgendwann auf Israel zurückschlagen wird. 



13.11.23  Unmenschliche deutsche Politik


Israel betreibt einen unmenschlichen Kriegseinsatz im Gazastreifen: es bombardiert wahllos auch Zivilisten, bringt die Bevölkerung an den Rand des Verhungerns und Verdurstens, scheucht die Bevölkerung wie Vieh hin und her, stürmt Krankenhäuser und lässt Patienten sterben.


Indem die deutsche Politik den unmenschlichen Kriegseinsatz Israels im Gazastreifen verteidigt, rechtfertigt, sogar unterstützt, verhält sie sich selbst unmenschlich. Es ist der tiefste moralische Fall Deutschlands, der Verlust jeder moralischen Glaubwürdigkeit eines Staates, der immer die Menschenrechte hochhielt.



07.11.23  Israels Todesurteil für Kinder


WHO:  Alle 10 Minuten stirbt ein Kind im Gazastreifen durch den Angriff der israelischen Armee.



06.11.23  Scholzomat


Bukanz Scholz plappert immer nur  - wie ein Automat, wie eine Aufziehpuppe – blutleere, gefühllose Israel-Solidaritäts-Floskeln wie von der sogenannten „Staatsräson“ herunter.


In meinen Augen wird Scholz damit überhaupt nicht der notwendigen Vernunft, der Würde und dem Anstands seines Amtes gerecht, nicht seiner Verpflichtung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen.


Sondern bei Scholz gibt es nur Nibelungentreue zu Israel, einem Unrechtsstaat, der in seinem Krieg gegen die Palästinenser jegliches Völkerrecht und Menschenrecht missachtet.



05.11.23  Biden reicht es


Selbst den Amerikanern, die selbst in ihrem „Krieg gegen den Terror“ unzählige völkerrechtswidrige Aktionen vornahmen, wird es zu viel mit den  israelischen Menschenrechts-Brüchen in Gaza. 


US-Präsident Biden mahnt eine humanitäre Feuerpause an. Und obwohl Israel in vielen Punkten, auch militärisch, abhängig von den USA ist, denkt Netanjahu gar nicht daran, sein Vernichtungsprogramm im Gazastreifen auch nur minimal zurückzufahren. Er lässt Biden einfach wie einen dummen Jungen dastehen – und der lässt sich das auch noch gefallen.



04.11.23  Schnüffel-Dolmetscher


Besonders absurd: Die Äußerungen der Palästinenser in ihrer eigenen Sprache kann in Deutschland fast niemand verstehen (eben außer den Palästinensern selbst). Diese Äußerungen haben daher auch kaum Wirkung. Trotzdem werden Dolmetscher herangezogen um herauszukriegen, ob die Demonstranten eventuell etwas Israel- oder Juden-Kritisches gesagt haben.



03.11.23  Den Koran zu verbrennen ist ein „westlicher Wert“


Den Koran darf man im Westen verbrennen und damit das Heiligste des Muslims schänden. Das erlauben unsere „westliche Werte“: denn bei uns herrscht ja (angeblich) Meinungsfreiheit. 


Aber wenn Palästinenser Israel kritisieren, weil ihre Landsleute, vielleicht ihre Angehörigen und Liebsten durch einen brutalen Militäreinsatz Israels umgebracht werden, einen Gewalteinsatz, den sogar die UN verurteilt, dann ist es mit der westlichen und speziell der deutschen Toleranz zu Ende.



02.11.23  Habeck – der große Antisemitismus-Aufklärer


Bundeswirtschaftsminister Habeck hat ein Video aufgenommen über den Nahostkonflikt, was auf große Anerkennung gestoßen ist. Das verwundert etwas, denn Habeck präsentiert nur die üblichen Stereotypen zum Thema, er sagt nur, was ohnehin der Mainstream in Politik und Medien (weniger in der Bevölkerung) ist: Es gibt die Gefahr eines zunehmenden Antisemitismus, dem müssen wir entschieden entgegen. 


Wir müssen absolut solidarisch mit Israel sein; für die leidenden, sterbenden Palästinenser im Gazastreifen gab es nur eine Randnotiz.


Nebenbei, Habecks Rede zeigt endgültig, dass die Partei der Grünen fast alle ihre Ideale verraten hat. Die Grünen haben sich früher für die Befreiung der Palästinenser eingesetzt, seit sie in der Regierung sind und sich daran auch klammern, ist es mit allen freiheitlichen Bestrebungen vorbei.


Die Grünen sind nur noch eine (reaktionäre) Altpartei, vollends im Establishment angekommen. Die Partei trägt zwar noch in ihrem Namen „Bündnis 90“ den Hinweis auf diese Bürgerbewegung in der DDR, sie hat aber mit deren Zielen längst nichts mehr zu tun.


Habeck gelang mit dieser Rede, sein ziemlich miserables Image wieder aufzupolieren. Ob das Taktik von ihm war oder es ihm wirklich um das Problem ging? Ich weiß es nicht. 


Aber jedenfalls gilt in der deutschen Öffentlichkeit: Jemand mag der größte Verlierer sein, der größte Dummkopf oder das größte Schlitzohr. Wenn er im Brustton der Überzeugung sagt: „Jeder Antisemitismus in Deutschland muss entschieden bekämpft werden“, bekommt er automatisch Beifall und Schulterklopfen von vielen Seiten, das gilt wie ein Naturgesetz.



01.11.23  Israel als größter Verursacher des heutigen Antisemitismus


Israel ist selbst der größte Förderer von Antisemitismus. Leider tut Israel durch sein grausames Vorgehen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung selbst alles dafür, den Antisemitismus zu steigern. 


ar geht es erst nur um Kritik an Israel, noch nicht um Antisemitismus. Aber je mehr berechtigte Kritik an Israel sanktioniert wird, desto mehr wird der Antisemitismus sich weiter verbreiten. Das ist die fatale Dialektik.